„Perle ausm Block?!“ – Weibliche Ultras zwischen Anpassung und Rebellion

Was motiviert weibliche Ultras, Woche für Woche ihr letztes für den Verein zu geben, durch Stadien zu tingeln, sich die Seele aus dem Leib zu schreien? Vermutlich das gleiche, wie Männer auch – oder nicht? Auf jeden Fall haben sie mit ihrer Präsenz fast automatisch eine Sonderrolle und Minderheitenposition inne, wird es ihnen nicht selten schwer gemacht ein ganz normaler Teil der Ultrakultur zu sein. Aber sie sind da und gehören gegen alle Widerstände längst dazu.

Als Referentin kommt zu uns Antje Grabenhorst von Fan.Tastic Females, F_In – Frauen im Fußall und Fußballfans gegen Homophobie.

Am 12. September im Nordpol. Ab 19 Uhr ist mit kalten Getränken geöffnet und der Vortrag beginnt um 20 Uhr.

Die Veranstaltung wird findet in Kooperation mit der Jungen GEW Dortmund statt und wird ermöglicht durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung.

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Fotocredits: Sabrina Adeline Nagel

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15. August 2019 Street-Art-Workshop

Graue Städte müssen nicht sein! Schon vor der befreiten Gesellschaft lässt sich da einiges machen. Im August bietet euch das Antifa-Café daher erstmals einen Streetart-Workshop. Unter kompetenter Anleitung könnt ihr euch selbst ausprobieren und ein wenig Farbe und Kreativität in den tristen Alltag bringen. Natürlich ist das erworbene Wissen ausschließlich für eure eigenen vier Wände bestimmt!

Wegen des Antifa-Camps findet das Antifa-Café ausnahmsweise am dritten Donnerstag statt. Ab 19 Uhr ist mit kalten Getränken geöffnet und um 20 Uhr beginnt der Vortrag.

Der Veranstaltung wird durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt.

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Die Klimagerechtigkeitsbewegung in Europa

„Der Klimawandel kennt keine Grenzen und wir auch nicht!“

Aktivist*innen aus ganz Europa sind fester Bestandteil des Widerstandes im Rheinischen Braunkohlerevier. Sie kommen zu den Klimacamps, sind Teil der Besetzung im Hambacher Forst und reisen von weit weg an, um an den Aktionen von Ende Gelände teilzunehmen. Die Erfahrungen, die sie machen, inspirieren sie zu eigenen Aktionen und Bewegungen in ihren Ländern.
Aber der Austausch ist keine Einbahnstraße. Deswegen ist es nur richtig von einer europäischen Klimagerechtigkeitsbewegung zu sprechen.

Die Referentin ist seit vielen Jahren im Rheinischen
Braunkohlewiderstand aktiv und seit einigen Jahren auch in der AG Internationales von Ende Gelände. Sie wird einen Überblick über die Entwicklung der Klimagerechtigkeitsbewegung in Europa geben und vorstellen, was alles in diesem und im nächsten Jahr zwischen Portugal und Polen, Großbritannien und Italien ansteht.

Am 11. Juli im Nordpol.
Ab 19 Uhr ist mit kalten Getränken geöffnet und um 20 Uhr beginnt der Vortrag.

Beim Café könnte ihr Karten fürs Sommer-Sonne-Antifa-Camp kaufen.

Der Veranstaltung wird durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt.

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Wie umgehen mit Großaufmärschen?

„Tag der deutschen Zukunft“ 2016, 1. Mai 2017, „Europa Erwache“ 2018, „70 Jahre BRD – Wir feiern nicht“ 2019.
In Dortmund sehen wir uns regelmäßig mit rechten Großaufmärschen konfrontiert. Dabei kommen hunderte Neonazis aus Deutschland und teilweise auch aus anderen Ländern Europas, um mal im Dortmunder Vorort, mal wie am 14. April 2018 in der Innenstadt zu maschieren. Stets kommen auch zahlreiche Antifaschist*innen, um gegen die Nazis zu protestieren. Es gibt dabei verschiedene Herangehensweisen.
Von “Vielfalt demokratischer Meinungsbildung und Stadtgestaltung”, also fototrächtige Proteste in Routennähe, über “Naziaufmärsche mit Blockaden zu verhindern”, bis hin zu antifaschistischen (Vorabend-)Demonstrationen zum Setzen eigener Inhalte.
Was sind die richtigen Strategien? Darüber möchten wir am 13. Juni mit euch diskutieren. Wie ist der 25.05. gelaufen? Was sollte beim nächten Mal anders gemacht werden? Wie soll in Dortmund in Zukunft mit Großaufmärschen umgegangen werden?
Der Nordpol ist ab 19h mit kalten Getränken und Wassereis geöffnet, die Diskussionsveranstaltung beginnt um 20h.
Außerdem habt ihr die Möglichkeit Karten fürs Antifa-Camp (8.-11. August) zu kaufen.
Die Veranstaltung wird durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung gefördert.
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9. Mai 2019 – Vortrag zu „Braune Töne – Rechtsrock in Dortmund und Hamm“

Rechtsrock dient der Neonaziszene nicht nur als wichtige Einnahmequelle, vielmehr vermittelt er die neonazistische Ideologie, sorgt für Zusammenhalt und dient zur Vernetzung von militanten Neonazis weltweit. Seien es größere Festivals mit mehr als tausend Teilnehmer*innen wie zum Beispiel 2017 in Themar und 2018 in Ostritz oder diskret organsierte Konzerte, die in ganz Deutschland und auch hier in der Region stattfinden.

Der Vortrag wird die Grundlagen von Rechtsrock, sowie die bundesweiten Dimensionen an Bands, Konzerten und Liederabenden darstellen. Im Hinblick auf die Region werden die Hotspots NRWs der rechten Musikszene betrachtet: Dortmund und Hamm. Beide Städte sind fest in die neonazistische Musikwelt eingebunden und dienen als für die regionale Szene notwendige Vernetzungspunkte. So wird im Rahmen des Vortrags die hohe Bedeutung des Rechtsrocks sowohl für die bundesweite, als auch für die regionale rechte Szene beleuchtet.

Der Nordpol (Münsterstr. 99, 44145 Do.) wird ab 19 Uhr geöffnet sein, der Vortrag selbst beginnt gegen ca. 20 Uhr. Im Anschluss an den Vortrag wird es noch Barbetrieb geben mit Drinks und Musik. Außerdem habt ihr die Möglichkeit euch am Infotisch mit div. Material zu versorgen!

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Einführung in Faschismustheorien

Antifaschistische Kritik und Praxis ist immer wieder mit der Verherrlichung, Verklärung oder Verharmlosung des historischen Faschismus und Nationalsozialismus konfrontiert. Kenntnisse über den Nationalsozialismus und seine historische Interpretation durch linke Faschismustheorien sind daher aus verschiedenen Gründen von Nutzen: sowohl um antifaschistische Positionen im Kampf um Erinnerung und Deutung der deutschen Geschichte zu formulieren als auch um postnazistische Traditionen zu kritisieren. Mit der Einführung soll ein Überblick zu Theorien über Faschismus und Nationalsozialismus gegeben werden. Dabei liegt der Schwerpunkt vor allem auf den Aspekten autoritäre Krisenlösung, Volksgemeinschaft, reaktionärer Antikapitalismus und Antisemitismus.

Moritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert. Veröffentlichungen: Materialistische Staatskritik. Eine Einführung, Stuttgart 2017 sowie zusammen mit associazione delle talpe Herausgabe der Textsammlung Staatsfragen. Einführungen in die materialistische Staatskritik, Berlin 2009 und Maulwurfsarbeit I-IV, Berlin/Bremen 2010-2018. Er ist Mitglied der Bremer Initiative associazione delle talpe.

11. April 2019 im Nordpol, Münsterstraße 99, Dortmund
Der Pol hat ab 19 Uhr mit kalten Getränken, Longdrinks und Kurzen geöffnet, der Vortrag beginnt um 20 Uhr. Es gibt Sticker, Buttons, Tshirt und mehr.

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14.03.19 Weg mit §219a – Frauen und ihre Ärzt*innen brauchen keine Bevormundung. Mit Eva Waldschütz

14.03.2019 | 19 Uhr | Nordpol

Seit fast 1,5 Jahren wird heftig für die Abschaffung des § 219a demonstriert und gestritten. Er stellt Information zum Schwangerschaftsabbruch durch Ärzt*innen, die diesen durchführen, unter Strafe. Im November 2017 wurde Kristina Hänel verurteilt, weil sie auf ihrer Praxishomepage über Schwangerschaftsabbrüche informiert. Noch gegen drei weitere Ärztinnen laufen derzeit Verfahren; ich, bzw. unsere Praxis wurde schon 2 x angezeigt.
Frauen soll der Zugang zu Informationen zum Schwangerschaftsabbruch erschwert werden. Christlich-fundamentalistische und völkisch-affine Antifeministen nutzen den Paragrafen um Kolleg*innen zu denunzieren. Die SPD im Bundestag opfert der GroKo das Selbstbestimmungsrecht der Frauen. Der Referentenentwurf der GroKo zum Thema verschlimmbessert die Situation; das ist keine Lösung. Der § 219 a muss weg!

Das Antifa-Café hat ab 19 Uhr geöffnet, der Vortrag beginnt um 20 Uhr.

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14.02.2019 Neoliberalismus, Rechtsruck & Polizei – Betrachtungen aktueller Tendenzen moderner Polizeiarbeit aus Sicht materialistischer Staatskritik

14.02.2019 | 19:00 | Nordpol

Die Institution und die Handlungsweise der Polizei sind seit langem Gegenstand kontroverser Debatten. Auch die Notwendigkeit einer kritischen Analyse der Polizei ist zwar nicht neu, aber in Zeiten von Polizeieinsätzen wie bei G20 oder im Hambacher Forst, internationalen Öffentlichkeitsfahndungen, kontinuierlichen Diskriminierungspraktiken von Polizist*Innen und rechtsradikalen Netzwerken innerhalb der Polizei zeigt sich diese mit aller Nachdrücklichkeit.

Dennoch bleibt die Kritik an Polizei oft auf einzelne Handlungen beschränkt und versucht nicht, die Polizei gesellschaftlich und historisch einzuordnen, oder richtet sich als undifferenzierte Anklage gegen die Polizei, ohne diese Anklage analytisch zu begründen. Der Vortrag versucht dem gegenüber, beide Perspektiven zu überwinden, indem er versucht Handlungen und Heterogenität des Apparats Polizei gesellschaftlich zu verorten und in den Kontext einer materialistischen Staatskritik einzubetten. Diese materialistische Kritik geht davon aus, dass Menschen zwar Gesellschaft praktisch erschaffen, sich aber diese Verhältnisse (wie Kapital, Staat & Polizei) in der heutigen Zeit dem einzelnen Individuum als entfremdete Strukturen gegenüberstellen.

Betrachtet man jedoch die Polizei in den letzten Jahren in Deutschland, fällt es schwer diese einfach als gegebene Struktur, einfach als Teil eines festen sozialen Verhältnisses zu begreifen. Vielmehr sticht ins Auge, dass Polizei sich wandelt und nicht einfach statisch ist. Nicht zuletzt die Verschärfungen verschiedener Polizeigesetze in Deutschland, die Forderung nach mehr „Gewaltfähigkeit“ für die Polizei oder die schleichende Militarisierung zeigen eine Entwicklung auf.

In Anknüpfung an diese Dynamik soll die Analyse von Polizei herausarbeiten, wie Polizei sich im Kontext gesellschaftlicher Transformationen selbst transformiert und transformiert wird. Schlagworte dieser Entwicklungen sind Neoliberalismus und Rechtsruck als Ausdrücke übergreifender Entwicklungen innerhalb von nationalstaatlich-kapitalistischer Gesellschaftsformationen. Indem die Polizei in die Verhältnisse von Neoliberalismus und Rechtsruck eingeordnet wird, soll einerseits die These untermauert werden, dass Polizei durch einen materialistischen Zugang gewinnbringend analysiert werden kann und anderseits aufgezeigt wird, dass die neoliberale Form nationalstaatlich-kapitalistischer Vergesellschaftung zu einem dienstleistlerischen und flexiblen Autoritarismus, führt, welcher vom Rechtsruck weiter befördert wird und von welchem die Polizei als konkreter Ausdruck gewertet werden kann.

Das Antifa-Café hat ab 19 Uhr geöffnet, der Vortrag beginnt um 20 Uhr.

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Aktualität und Perspektive: Antifa in Dortmund

Beim Antifa-Café im Januar wird die im November ausgefallene Diskussions-, und Infoveranstaltung zu Antifa in Dortmund nachgeholt. Wir wollen mit euch über die Vergangenheit, aber auch über die Aktualität und Perspektive von Antifa-Politik in Dortmund diskutieren.

Was hat sich seit der letzten Diskussion beim Café im August in Sachen Antifa getan?
Können wir von einer besseren Lage für den Antifaschismus in Dortmund sprechen? Welche Demos und Aktionen waren in den letzten Monaten für euch oder die Antifa generell wichtig? Wie gehen wir mit der anhaltenden, bundesweit höchsten Statistik an Naziaktivitäten in Dortmund um? Welche Strategien erscheinen euch momentan sinnvoll, den Nazis Einhalt zu gebieten und gleichzeitig linke Sachpolitik nicht aus den Augen zu verlieren?

Nach einem kurzen Input soll es direkt in die Diskussion gehen. Also: sagt eurer Crew bescheid und beteiligt euch an der Debatte, wie es in Dortmund weitergehen soll!

10. Januar 2019
Der Nordpol ist ab 19h geöffnet, um 20h geht es los.

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AWK-Solitresen

Zur Abwechslung wollen wir Werbung machen, für eine Sache die uns sehr am Herzen liegt:

Im November wurde mit der Kampagne „Keine Bühne für Aluhüte!“ der AfD und ihren Aluhutfreund*innen gezeigt, dass sie selbst im vermeintlichen Hinterland ihren antisemitischen und verschwörungsideologischen „Alternativen Wissenskongress“ nicht unkommentiert durchziehen können. Bereits im Vorfeld wurde mit Infoveranstaltungen auf die Verflechtung von AfD, Verschwörungsdenken und Antisemitismus hingewiesen, es wurde recherchiert und schließlich mit einer Demo im beschaulichen Fröndenberg den „größten Polizeieinsatz der Geschichte“ und einen „Ausnahmezustand“ (Lokalpresse) vom Zaun gebrochen, so dass der Wirt alle Hebel in Bewegung setzen musste, um sich von dem Event zu distanzieren. Alles in allem also eine gute Sache. Wie so viele gute Sachen kostet aber auch das leider Geld. Und da kommt ihr ins Spiel!
Am Samstag, dem 15.12., ist ab 21 Uhr – also mit ausreichend zeitlichem Spielraum nach der Seebrücke-Demonstration – im Nordpol der noAWK-Solitresen. Kommt vorbei und lasst ein bisschen was springen, damit auch in Zukunft kein*e Wirt*in sagen kann, er*sie hätte ja von nix gewusst ;-)

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